Elvis has left the building.
Es ist wie “Was nicht passt, wird passend gemacht”. Nur ohne Keira Maria Lara und Ralf Richter ist breiter und trägt Vokuhila.
Just lower your standards.
(Keine sonderlich neue Erkenntnis, ich weiß. Aber sie hat mich heute Nachmittag regelrecht erschlagen.)
…sagt man. Ich sage ‘Leck mich’. Mein Hier und Jetzt geht mir zur Zeit gehörig auf den Sack. Ganz einfach, weil ich genau weiß, wie mein Gleich aussehen wird. Manmanman. Ich werde mich erst besaufen, dann zwei Tage lang schlafen und dann das verdiente Appleding kaufen, wenn ich in zweieinhalb Wochen fertig bin. Saftladen.
Ich bin ganz sicher niemand von diesen Leuten, die es an gesellschaftlicher Relevanz mangeln lassen. Ich bin viel mehr einer von denen, die schon viel früher an der selbigen scheitern.
Die SZ erklärt uns, wie Deutsche Weblogs funktionieren. Beziehungsweise wie eben nicht. Beziehungsweise eben nicht.
Liebe SZ, so sieht sowas wirklich aus. Also jetzt nur einer der tausend Stränge:
Julie stellt eine kleine Anekdote ins Netz. Malte findet sie amüsant und weist darauf hin. Ein paar Leute stören sich in den Kommentaren an dem Titel, unter dem er dies tut. Eine kleine, teils merkwürdige Diskussion entsteht. Julie nimmt Stellung. Ende.
Einige Tage vergehen, die Sache ist in 2.0 Zeitrechnung beinahe verjährt. Die SZ kommt daher und veröffentlich einen linklosen Artikel zum Thema. Aufhänger ist Julies Anekdote. Eigentlich fungiert diese aber nur als namenlose Überleitung, um Spreeblick (resp. Blogosphäre) zu hauen. Julie weist auf den Artikel hin. Ich weise Ben auf den Artikel hin. Wir tauschen unsere, sich in großen Teilen deckenden, Meinungen in instantieller Form aus. Knappe 30 Minuten später veröffentlicht Ben sein Statement zum Thema. Ich lese. Knappe 60 Minuten später weise ich Euch darauf hin. Ihr tut, was immer Ihr tut. Nirgendwo fällt das Wort Bürgerjournalismus.
Kommt Ihr mit der Suche in der Seitenleiste klar? Ist das “Hammer” eine eigentlich viel zu blöde Spielerei? Ist das komplett weiße Eingabefeld zu minimalistisch und ist eigentlich nur verwirrend? Oder gibt es sonst irgendwelche Sachen, die zu vielleicht einfach nur verspielt und sonst überflüssig sind?
Da sollten wir uns alle einig sein. Oder zumindest darin, dass es nur ganzganz wenige Umstände gibt, die frühes Aufstehen zu einem positiven bzw. gerechtfertigten Erlebnis machen. Wenn man zum Beispiel willenloser Protagonist in einem Heimatfilm und die Liebesszene bei Sonnenaufgang vorm Alpenpanorama die einzige Existenzberechtigung ist. Um mal eben eines der wenigen Beispiele zu nennen. Wenn man aber, wie ich diese Woche, aus Arbeitsgründen Werktäglich um vier Uhr aufstehen muss, dann ist das ganz einfach nur scheiße. Ohne Ausnahme. Denn ich bin ein Nachtmensch. Kann ich nicht begründen, isso. Ich fühle mich zu fortgeschrittenen Stunden wohler und handlungsfähiger, als zu anderen Tageszeiten. Was einem ja aber als geübter Seltenfrühaufsteher gar nicht in den Sinn kommt, das ist die Tatsache, dass Frühaufstehen sogar verdammt noch mal doppelt scheiße ist. Denn will man den nächsten Tag nicht komplett in den Seilen hängend verbringen, muss man vorabends zu allem übrigen Übel auch noch früh ins Bett klettern. Und das, das ist ja wohl echt die Dreistigkeit par excellence!
Ich verfluche Dich, System!
Nach bereits einer Stunde laufendem Computer habe ich vorhin meine Lautsprecher angestellt. Eine Sache, die ich gerne mal vergesse und dann meist beim ersten YouTube Video des Tages nachhole. Nichts ungewöhnliches, wie ich finde. Sehr ungewöhnlich war dagegen, dass ich plötzlich Musik hörte, obwohl alle Audioplayer aus waren. Geistesgegenwärtig tippte ich als Quelle auf ein lästiges Musik-Plugin, dass sich wahrscheinlich irgendwo in einem der vielen geöffneten Operatabs versteckt hielt. So machte ich mich auf die Suche und klickte mich sorgsam durch alle 30 Tabs. Nix. Kein Zeichen von kruden RealPlayern oder in Weblog-Sidebars eingebundenen LastFM Plugins. Ich klickte ein zweites Mal. Nichts war zu finden. Im Laufe des aufgezwungenen Hörgenusses konnte ich dann feststellen, dass es sich um einen Radiosender handelte, der da aus meinen Lautsprecherboxen kroch. Und wenigstens war es ein recht akzeptabler. FM4 aus Österreich. Aber dennoch war mir noch immer völlig unklar, wie das Jugendprogramm unserer Landesnachbarn den Weg in meine vier norddeutschen Wände fand. Kurzerhand habe ich nach und nach alle laufenden Programme geschlossen. Und als ich mich zuletzt von Opera verabschiedete, verschwand tatsächlich auch der süße Klang des Pops aus Luft und Ohren. Jetzt habe ich Opera wieder gestartet und alles ist ruhig. Einfach so. Der genaue Ursprung meines ungewollten Glücks bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Ich verstehs nicht.
…haben ihren Hund “Henning” genannt. Das habe ich heute Nachmittag durchs offene Fenster gehört. Und irgendwie finde ich das cool.
Heute: Kaffeeweißer
Ich sag Euch, das muss man selbst erlebt haben. Pulver das man sich statt Milch in den Kaffee löffelt, um eine Illusion der selbigen zu schaffen. Unglaublich! Und deshalb bezieht sich das “Wunder” des Titels auch viel mehr auf die Menschen, die diese Zeug ernsthaft benutzen und ihm so nicht nur eine Daseinsberechtigung verschaffen, sondern auch noch einen Markt.
