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via furukama
Freilichtbühne

Ab jetzt oldschoole ich mal ein paar Fotos aus der väterlichen Familienvergangenheit, die mir kürzlich über den Weg gelaufen sind. Die haben sogar noch mehr Jahre auf dem Buckel, als die bisherigen Bilder. Je nach Wissen werde ich sie dann auch halbwegs erklärend betiteln.
Dieser Werbespot für den am 10. Mai zum ersten Mal stattfindenden Pangea Day, bei dem es darum geht, gegenseitige Toleranz und Sympathie mit Hilfe des Mediums Film grenzüberschreitend zu etablieren, ist ganzganz große klasse.
Der Infotext bei YouTube erklärt die Grundidee noch mal sehr gut:
Inside every tank there is a human being. See the world through someone else’s eyes.
Oder wie es Hannibal Smith einmal formulierte:
Ever notice you run into the nicest people in tanks?
Etwas allgemeinere Informationen zur Aktion (sowie eine Liste teilnehmender Prominenter) gibt es auch noch bei Wikipedia. Mit bisher keinem in Deutschland geplanten Event bin ich mal sehr gespannt, wie viel an Berichterstattung zu uns schwappen wird.
Anthony Hares Portrait von Stanley Kubrick möchte ich bitte in ganzganz groß auf dicker Pappe zum Einrahmen und Aufhängen. Wär das machbar? Anyone?
Apple ist böse. Das wäre endlich mit diesem flickr Set bewiesen. Warum sonst würden sich all diese Stormtrooper so liebevoll um MacBook, MacBookPro und iMac kümmern? Eigentlich viel interessanter finde ich aber die Frage, wo bitte die ganzen kleinen Darth Vaders sind, die sich um mein schwarzes MacBook kümmern. Die sind hier nämlich nie angekommen.
Wunderbare Illustrationen von Josh Cochran aus New York.
Manchem mag es dank gelegentlichem Zitatdropping aufgefallen sein, ich mag die Beastie Boys. Das übrigens ziemlich genau seit ich mir vor einer gefühlten Ewigkeit Check Your Head bei Tower Records in London gekauft habe (klingt wie ein furchtbar hippes Undergroundmärchen, ich weiß). Entsprechend habe ich mich gestern aber wirklich sehr gefreut, als ich per Zufall über folgendes gestolpert bin:
Leo Nevilo hat sich die hier offiziell downloadbaren A Cappella Tracks der Beastie Boys geschnappt und daraus ein sehr fein anzuhörendes Album gebastelt. Beastie Boys Revisited wurde unter CC Lizenz veröffentlicht und ist seit knapp einem Jahr im Internetarchiv Track für Track oder als Zip zu finden. Schöne Sache, das.
Hier mein Favorit: Just A Test.
Ich würde mich ja gerne für die Post bedanken, über die ich mich am Samstag so sehr gefreut habe, die mich aber auch genauso sehr in eine noch immer anhaltende Planlosigkeit geworfen hat. Denn leider weiß ich überhaupt nicht, bei wem ich das tun sollte.
Wenn die- oder derjenige hier gerade mitliest, dann würde ich mich wirklich sehr über eine kleine Meldung in den Kommentaren oder aber auch per Mail (Adresse steht hier im Impressum) freuen. Aber grundsätzlich schon mal: Vielenvielen Dank!
Seit langem wieder sportlich betätigt und dann gleich wieder so was. Verdammte Kacke.

Manmanman. Das war was, sag ich Euch. Die letzte Woche in Berlin war ein kleines Fest. So großartig, dass ich bei dem Versuch, sie in angemessenen Worte zu kleiden, tatsächlich einige Probleme hatte. Doch irgendwie muss ich den Leuten, mit denen ich so viel und doch so wenig Zeit verbracht habe, jetzt schon noch mal sagen, wie überragend gut dieselbe war.
Die Grundidee meines kleinen Hauptstadtbesuchs war von Anfang an, der bunten, vielschichtigen und vor allem aufregenden Welt meines Bildschirms im Rahmen der re:publica etwas haptisches zu verleihen, um dann zu schauen, wo in dieser gegebenenfalls noch ein Plätzchen für mich frei ist. Nun. Wie ich gleich am ersten Abend rausfinden konnte, besitzt meine Blogosphäre die Gesichter liebenswürdiger, inspirierender Menschen und wiedergefunden habe ich mich mitten unter ihnen. Das mag jetzt vielleicht etwas schmalzig klingen, war aber in Wirklichkeit eher feuchtfröhlich.
Und die ganze Zeit war da dieses merkwürdige Grundvertrauen eigentlich fremden Menschen gegenüber. Ein Gefühl das anderenorts schon beschrieben wurde, hier aber durchaus noch mal eine Erwähnung verdient. Immerhin sorgte es bereits am ersten Abend nach kurzer Aufwärm- und -laufphase für solchen Spaß, dass sich der erste re:publica Tag mit lediglich drei Stunden Schlaf begnügen musste.
Womit ich dann auch tatsächlich mal zum offiziellen Teil springe. Also nicht wegen “Schlaf”, sondern wegen “erster Tag”. Und da leite ich einfach gleich mal mit einem in Richtung Veranstalter gerichteten Dankeschön ein. Denn ich finde es durchaus beeindruckend, eine Sache von solchem Kaliber zu veranstalten und bei all dem Hickhack drumherum trotzdem noch gelassen zu wirken, sowie in der Lage zu sein, sich hier und dort entspannt zu unterhalten bzw. mindestens den Eindruck zu wahren. Danke dafür und danke für die hundert Möglichkeiten.

Ein kleines “Aber” habe ich aber natürlich auch noch in der Tasche. Ich möchte mich der Bitte um mehr Zeit anschließen. Den meisten Paneln hätten ein paar Minuten mehr sehr gut getan. Es ging oft viel zu viel Zeit dafür drauf, Grundsätzliches zu erklären. Als halbwegs webaffiner Mensch haben mich viele der Panel eher unbefriedigt zurückgelassen. Einfach weil sich viele Gespräche aus der Sicht meines Vorwissens nicht ausreichend entfalten konnten. Allerdings lag das nicht immer nur an der Zeitverteilung, sonder teils auch an den Referenten. Denn bei aller liebe, aber ich setze mich nicht in den Vortrag des AK Voratsdatenspeicherung, um die ersten zwanzig Minuten lang erzählt zu bekommen, wieviele Mailinglisten der Arbeitskreis schon vor fünf Jahren besaß und unter welchen Adressen ich diese heute nicht mehr erreichen kann. Die Zeit hätte ich viel lieber für weiterführende Informationen und detailliertere Einblicke in die aktuelle Arbeit genutzt. Schade drum, kommt aber halt auch mal vor.
Etwas enttäuschend fand ich auch das Panel mit Peter Sunde aus der Pirate Bay. Die angesetzten 30 Minuten waren mir nicht genug. Das hat gerade mal für ein paar nette Anekdoten aus dem Norden gereicht, doch bevor man sich überhaupt dem Thema Copyright näherte, stand schon die nächste Klasse vor der Tür und wollte in den Raum. Ich weiß natürlich nicht, welche Umstände dazu führten, dass Sunde einen der kleinen Time Slots bekam, aber gerade hier hätte ich mich persönlich sehr über eine ausgedehntere Behandlung gefreut. Das größte wäre natürlich eine Diskussion mit weiteren Gesprächspartnern gewesen, aber man kann auch nicht immer alles haben. Eigentlich war ich ja schon glücklich darüber, bei der Abschlussveranstaltung im selben Raum mit ihm mein Bier zu trinken. Fandom 2.0.
Ein unerwartetes Highlight war dagegen das Panel von Gregor Sedlag mit der schönen These, Science Fiction sei Vergangenheit. Da stand ganz einfach ein Mann im Glitzer des blauen Saals, lehnte mit einer Handvoll DinA4 Seiten an einem Tisch, neben dem ein alter Desktop PC ohne Bildschirm surrte und erzählte aus der Geschichte der Zukunft. Großartig. Ich hatte keinen einzigen Augenblick das Bedürfnis, per Twitter mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.

Und letztlich war dann alles irgendwie unverschämt schnell vorbei. Trotz kurzer Nächte, schienen die Tage nicht länger und ließen sich auch nicht mit mehr Promille und schlechteren Witzen bestechen. Es bleibt also nur die Chance, seine Erinnerung so fest wie möglich um einen großen Haufen merkwürdiger Erlebnisse zu wickeln:
Herm, der mir quasi von dem Moment an auf den Geist ging, den ich neben ihm in der Bahn Platz nahm. Der mich nachts von den wenigen Stunden Schlaf abhielt, weil er zu laut mit seiner Ultimate Warrior Action Figur spielte. Der mich durch Vorgeben von Ahnung quer durch das Berliner Nahverkehrssystem zerrte, obwohl fünf Stationen Tram gereicht hätten. Herm, der sich von seinem eigenen Nintendo DS per Kindersicherung aussperren lies und der auch mit Nogger Choc noch beeindruckenden Lärm machen konnte. Ach Herm.
Die furchtbar hippe, furchtbar maue Mitte Twitterparty, auf der sich meine sonst tüchtige Kondition kurzweilig verabschiedet, um irgendwo außerhalb Luft zu holen.
Der offiziell aussehende Kameramann, der sich zum Einfangen von Computeratmosphäre hinter einen Besucher stellte und diesen unbemerkt über die Schulter filmte, wie er sich gerade bei GMail einloggte.
Die tatsächliche Übergabe dieser Zeichnung mit Bonus und späterem A-Blogger/Kraken Buttontausch. War mir eine Ehre.
Ein großartiges Portishead Konzert in der Columbia Halle mit einem Hintermann, der nach ausnahmslos jedem Titel seiner Begeisterung mit einem eher zweifelhaften Ruf Luft machte.
Club Mate Bingo; Twitter Shirtideen; Steckdosensitzkreise; finnisches 8Bit Metal; durch Abwesenheit glänzende, tanzende Brasilianerinnen; immer schlafende Zimmergenossinnen; Berliner Tatendrang; Rollbeete und Fernbedienungen für Lichtinstallationen; Rollo Döner; Bahnhofsvorsteher mit Xylophonen; Paul Kuhn, Fips Asmussen und ein letzter Abend, den zu beenden sich jeder weigerte; Freunde.
Tja, das war’s dann wohl, re:publica 08. Sobald ich hier gleich auf “Veröffentlichen” klicke, gibt es keinen Grund mehr, mich noch mal so tief mit Dir zu beschäftigen. Mach’s gut. Ich kuschel mich jetzt noch ein wenig an Deinen Stream.

Ich schreibe gerade seit gefühlten zwei Wochen an einem kleinen Abschlusstext zu meinem re:publica Besuch. Wieso mir das so unglaublich schwer fällt, kann ich nicht sagen. Vielleicht weil ich einfach nicht will, dass danach alles vorbei ist. Keine Ahnung, egak. Denn eigentlich wollte ich nur mal eben das folgende, beim Schreiben bemerkte teilen:

