3 years ago | 23 Hämatome

Seit ich hören kann, höre ich auf den Namen Philipp. Dieser ist griechischen Ursprungs und setzt sich aus den Teilen Philos und Hippos zusammen. In meinem Fall schreibt sich das dann mit einem L in der Mitte und zwei P am Ende. Philipp. Die genaue Schreibweise ist mir allerdings relativ egal. Da kommt einem mit der Zeit sowieso alles Mögliche unter. Es verliert niemand an Sympathie, der das mal falsch schreibt. Wer es aber richtig tut, bekommt im Stillen ein Sternchen. Solang man mir nicht mit dem Anfangs-F zu Leibe rückt, kann man mir da echt nur schwer den Tag versauen. Letztlich ist die ewige Ungewissheit selbst guter Freunde sogar der Grund, dass ich hier und da mal mit drei P am Ende oder mit zwei L in der Mitte oder so oder so unterschreibe. Merkt selten jemand.

Womit ich aber gar nicht leben kann, das ist die offenbare Verwandtschaft der Namen Philipp und Patrick. Denn ebenfalls seit ich hören kann, werde ich von weit entfernten Bekannten, von Leuten die man irgendwann mal getroffen hat und nun nach Jahren wiedersieht, von Lebensabschnittgefährten alter Freunde oder Verwandter, von halbfremden Menschen mit “Patrick” angesprochen. Ich verstehe es nicht. Kann denn ein P so viel wiegen?

Es ist jetzt natürlich nicht so, dass ich bei so was gleich ungemütlich werde. Solche Namensgeschichten kann ich geduldig ertragen. Dennoch. Eine Sonne geht mir da im Herzen nicht auf. Glaubt mir. Ich weiß, wie sich Matthias Reim fühlt, wenn man ihn nach einem Howard Carpendale Autogramm fragt.

AUSHOLEN & ZUSCHLAGEN

Immer schön fair bleiben und keine Schläge unter die Gürtellinie.
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