2 years ago | 5 Hämatome

Kiew - Berlin

Nach dem nom3 Essen beim Stammaraber und nachdem sich die Dame der Runde in twitterlesende Organisationskreise verabschiedet hatte, habe ich Herm in “Der Knochenmann” geschleppt. Was für ein wunderschöner Film. Trockenhumorig wie es herrlicher nicht sein könnte, irre langsam (aber nicht störend langsam) und jeder Dialoge ein neuer Grund zum Verlieben. Allerdings befürchte ich, Herm ist jetzt Vegetarier.

Später auf dem Hostelzimmer erlebten wir dann eine herbe Enttäuschung. Statt irgendeines verrückten Charakters, wie wir sie von den letzten Malen als unterhaltende Zimmergenossen gewohnt waren, trafen wir nur auf eine freundliche Berlintouristen unseren Alters. Da müssen wir uns wohl einfach noch mal eine Geschichte ausdenken, so kann das nicht sein. Für heute haben wir uns dann ganz großzügig Ausschlafen gegönnt, damit die nächsten Tage umso heftiger einschlagen können.

Bis jetzt sind wir noch nicht viel weiter als bis zur Lobby gekommen, wo wir jetzt sitzen, uns anhören, wie ein Kaffeemaschienenserviceerklärbär die Tresenmitarbeiter in die geheime Welt des Milchschäumens einweist und wir uns alle fünfzehn Minuten gegenseitig zu verstehen geben, dass wir doch gleich mal losgehen sollten.

Jetzt fegt der Reinigungsmann unter meinen Füßen, ich glaube, wir gehen dann mal wirklich los. Gleich.

AUSHOLEN & ZUSCHLAGEN

Immer schön fair bleiben und keine Schläge unter die Gürtellinie.
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