Liebe Leute, ich möchte euch dieses sehr beeindruckende, im Rahmen des Bill Moyers Journals geführte Interview mit Journalist, Autor und The Wire Serienvater David Simon vom 17. April ans Herz legen.
Am liebsten würde ich hier ja hundert Stellen zitieren, viel schöner wäre es aber, wenn ihr euch tatsächlich die Zeit für die zwei, knapp halbstündigen Teile (hier und hier) nehmen würdet.
Moyers und Simon arbeiten sich anhand von Serienausschnitte Stück für Stück durch die Problemzonen der Nation und Simons Ein- und Ansichten zu Themen wie dem Zeitungssterben, der Finanzkrise, dem großen Drogenproblem Amerikas und zu überhaupt all den unzähligen Teufelskreisen, in denen sich unser System selbstausbremsend verfangen hat, sind allesamt wohl bedacht, angenehm reflektiert und manchmal auch noch überraschend unerwartet.
Neben Simons Inhalten ist mir ebenfalls sehr erfreulich aufgefallen, wie sehr die Arbeit eines guten Autors von Moyers gewürdigt und ernstgenommen wird. Nur dazu und um vorweg doch ein Gefühl zum Kaliber von Serie und Gespräch zu bekommen, hier ein kleiner Auszug aus der Einleitung:
David Simon comes by his knowledge of gritty urban reality from twelve years as a crime reporter with THE BALTIMORE SUN.
From his reporting on the streets came the book and NBC television series HOMICIDE, and on HBO, THE CORNER. At the moment he’s producing the pilot for a series about musicians in post-Katrina New Orleans, called TREME.
Remember, you heard it here — what Edward Gibbon was to the decline and fall of the Roman Empire, or Charles Dickens to the smoky mean streets of Victorian London, David Simon is to America today.
Entschuldigt, wenn ich mich wiederhole, aber eigentlich kann man es nicht häufig genug erwähnen: The Wire ist soweit das beste, was das amerikanische Fernsehen produziert hat. Tut euch den gefallen, beißt euch durch die anfängliche Ungewohntheit und das teils stark verslangte Englisch und vor euch liegen fünf Staffel allerallerbeste Unterhaltungskultur.









