Lange hatte ich nicht mehr so viel Spaß mit einem fremden Menschen am Telefon, wie mit dem Videothekar, den ich neulich nach kurzer Google Maps Suche anrief, um zu erfragen, ob er vielleicht die frühen Ninja Turtles Filme im Programm hat.
Ich: “Die mit den großen Schildkrötenkostümen aus Gummi und so.”
Videothekar: “Die was?”
Ich: “Die aus den Neunzigern.”
Videothekar (hörbar grinsend): “Du hast keine Ahnung, wo du hier angerufen hast, oder? Alles, was wir hier haben, sind Pornos.”
Reflections of a Skyline. Ein kleiner Klassiker von Michael Tamman und Richard Jakes nach Sarah Kane. Wiedergefunden auf einer Reise durch Vimeo.
Direkt I tell you the worst of me and try to give you the best of me

… auf dem Rückweg den an der Ecke vor der Sparkasse nach Geld Fragenden nicht ignorieren, dem Nachbarn beim Aufdrehen von Everybody Hurts zuhören und denken: Ein desolater Samstagabend ohne das Gefühl des Einigelns. Okay.
Am Mittwoch habe ich Efterklang zum ersten Mal live gesehen und es war schön. Ganz einfach nur riesig schön. Ich bin noch immer begeistert, wie sehr die Herrschaften auf der Bühne noch mal an Charakter und Liebenswürdigkeit zulegen können. Sie waren sympathisch bescheiden und trotzdem zwinkernd schelmisch, hochkonzentriert und dennoch wunderherrlich verspielt. Und: Thomas Husmer hatte Scho-Ka-Kola-kopfhörer auf! Hihi.
Einen kleinen Vorgeschmack auf das im Februar in jede “Schallplattenboutique” (verliebenswürdige Wortkreation Rasmus Stolbergs) kommende Album “Magic Chairs” gibt es hier in Form des neuen Songs “Modern Drift”. Leider aber nur gegen Mailadresse.

Eine kleine Ergänzung zu diesen drei Fotos. Erinnerungen meiner Groß- oder Urgroßeltern. Erinnerungen mir leider viel zu fremder Menschen, die hier als Ersatz für die meinigen hinhalten müssen. Zwar bewahre ich mit großem Stolz unzählige Bilder meiner Kindheit in Kopf und Herz, teilweise sogar wirklich weit zurückgehende, aber Geschehnisse im Zusammengang mit diesem Teil der Weltgeschichte vermag ich leider gar nicht abzurufen. Ich wünsche euch einen schönen Start in eine neue Woche. Sammelt Bilder.
Was wahrscheinlich nur die wenigsten von euch wissen: Ich allein bin dafür verantwortlich, dass vor zwanzig Jahren die Mauer fiel.
(Nur die Jacke von damals passt leider nicht mehr.)
Ramona Falls habe ich nur wenige Tage nach dem Posten des Spätsommermixtapes entdeckt und ich hatte tatsächlich kurz überlegt, ob ich I Say Fever (via Barsuk) nachträglich noch dazu stecke. Auch, weil es sich bei dem “Projekt” um Brent Knopf handelt, der hier schon im letztjährigen Herbstmixtape mit Menomena zu Besuch war. Als ich mich dann aber mit den drei Songs, die ich per Hype Machine ausfindig machen konnte, etwas exzessiv in einen Ramona Falls Overkill stürzte, war dieser Gedanke ziemlich schnell Vergangenheit. Wahrscheinlich war das dann auch der Grund, weshalb ich vom kurz darauf erscheinenden Album Intuit eher enttäuscht war und es unfairerweise viel zu schnell wieder beiseite legte.
Nun wurde ich eben von diesem charmanten Fehltweet auf das neue Video zu I Say Fever bei Vimeo aufmerksam und – Holy Long John Silver, Batman! – die schon in den ersten 60 Sekunden so wunderbar herrliche Animation transportiert den Song nicht nur perfekt, ab dem ersten Refrain schlägt sie einem diesen einfach nur noch in bizarren Bildern um die Ohren. Es mag merkwürdig klingen, aber nur eine einzige Nacht in meinem Leben möchte ich mal so träumen. Wahnsinn.
Remember, remember the fifth of november.
Well. Next year’s november, of course.
Am 5. November vor 54 Jahren stieß sich Doktor Emmett Brown den Kopf und von diesem Moment der Erleuchtung dauerte es nur noch 30 Jahre, bis er im Jahr 1985 die allererste Zeitreise ermöglichte (die zweite fand dann kurz darauf im Jahr 1955 statt). Was niemand weiß: Der Delphin ehrt Doc Brown seit Beginn seiner Zeitrechnung, indem die wenigen Posts, die hier doch mal automatisch online gehen, stets um 10:04 Uhr erscheinen.
Liebe Zeitreise, ich wünsche dir einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Nachträglich. Selbstverständlich.
(via)
Der Delphin im neuen Design!
Also so halb zumindest. Ich wollte einfach endlich mal ein bisschen aufräumen. Denn wohlgefühlt habe ich mich hier schon lange nicht mehr. Im eigenen Blog, pfff. Luft wollte ich haben, aber bitte ohne den Boden zu verlieren. Kein Anspruch auf Revolution, aber endlich Raum für Fotos und hoffentlich auch immer seltener verpixelte Videos. So habe ich also noch mal dem guten alten Upstart Blogger Minim unter die Haube geschaut und ja, jetzt sind wir hier. – Also eigentlich wären wir hier schon letzte Woche gewesen, aber da kam dann was dazwischen. The Empire Strikes Back und so. Kleinigkeit, nicht so wichtig. Herrschafften, der Delphin im neuen Design! Was meint ihr?
Es könnte sein, dass hier gleich einige alte Posts als neu im Feed auftauchen. Nicht wundern und vor allem nicht ärgern. Mehr dazu im nächsten Post. Also im nächsten wirklich neuen.
Ach, ich habe hier ja immer wieder gerne Spaß mit Thunderbirds kleiner Rechtschreibkorrektur. Aktuell aber ganz besonders:

Ich habe neulich Daniel Bejars Band Destroyer wiederentdeckt und – whoa – ich muss sagen, ich fühle mich gerade wieder verdammt wohl im noch aktuellen Album Trouble in Dreams.
Hier einfach mal drei Songs bei Merge und das frische, sehr beeindruckende Bay of Pigs im 13-minütigen Stream. Viel Spaß!