Letzte Nacht habe ich seit langem mal wieder einen dieser detailreichen Träume gehabt, die ich immer am liebsten sofort verfilmen möchte.
Ich wurde zusammen mit meinen Schwestern in einem verschneiten, komplett geheimgehaltenen und von der Stadt Hannover finanzierten Alpendorf zum Kampfpiloten ausgebildet. Direkt am Flugfeld gab es eine Pilotenbar, die nichts anderes als armlange, belegte Baguettes und Pommes auf der Karte hatte.
Eine Verarbeitung kürzlich erlebter Geschehnisse auf einem Level an Großartigkeit, das ich so nicht mal ansatzweise erklären kann.
Kleiner Serien Flashback mit Herz, gerade.
Dan Le Sac durfte sich an Sage Francis tollem Album Li(f)e bedienen und dabei ist heute Morgen ganz frisch dieser Remix von Three Sheets To The Wind herausgekommen. Me likey.
Am Wochenende habe ich einen Freund auf Baltrum besucht. Er hat mir erzählt, dass sich innerhalb der Hauptsaison permanent drei- bis fünftausend Menschen auf der kleinen Insel aufhalten, wovon aber nur 480 Menschen Insulaner sind. Außerhalb der Saison sieht das dann alles etwas anders aus, da sind Dorf, Strand und Dünen ganz einfach leer. Das fand ich ziemlich beeindruckend. Hier ein bisschen Nordsee:
Morgen geht’s für einen Kurzbesuch nach Baltrum!
So, liebe Leute, jetzt schreiben wir uns alle mal was hinter die Ohren. Was schreiben wir uns alle hinter die Ohren? Das, was der fantastische Ira Glass hier in der ersten Hälfte dieses Ausschnitts sagt:
Gestern Abend auf meinem Heimweg musste ich wegen Streckenproblemen eine Station zu früh aus S-Bahn steigen. Woraufhin ich mich trotz leichtem Regen für das Gehen und gegen das Warten auf Ersatzverkehr entschied. Eine Wahl, die ich manchmal viel zu selten und manchmal viel zu oft treffe. Und so bin ich dann mit den Japandroids (from Vancouver) in kleinen Schleifen durch den Teil des Kiezes gewandert, durch den ich sonst irgendwie nur selten zu Fuß komme.
Nilz feiert Jubiläum. Nilz feiert irgendwie immer Jubiläum. Mittlerweile sogar ganze Wochen lang. In diesem Rahmen hat er vor einiger Zeit aufgerufen, ihm ein bisschen was aus seinem Weltfriedeneinhorn zu basteln. Ich war mit meiner Abgabe vor zwei Wochen dann zwar irre spät dran, aber irgendwie hab ich’s dann doch noch geschafft. Hier also meine kleine Collage:
Alles Gute, lieber Weltfrieden!
Ich habe gestern zufällig entdeckt, dass Max Richter einen Soundcloud Account besitzt, der tatsächlich alle seine Alben beheimatet. Einzige Ausnahme ist das erst vor drei Wochen erschienene Infra, von dem man pro Song jeweils nur eine Vorschau bekommt. Macht überhaupt nix, alle anderen Alben sind nämlich wundervoll genug.
Mein ewiger Favorit: Europe After The Rain
Ich fühle mich, als hätte ich zwei Wochen lang durchgearbeitet. Was okay ist, denn tatsächlich stecke ich gerade in der dritten Woche. Viel dieser Zeit habe ich am Potsdamer Platz verbracht. Sehr viel Zeit sogar. Ein Ort, der für mich nur wenig für die Stadt steht, in der ich mich mittlerweile sehr wohl und zu Hause fühle. Ein Ort, an dem ich vor einigen Jahren schon mal einen Start in diese Stadt versucht habe und der, hätte es damals geklappt, ziemlich intensiv mein Lebensmittelpunkt geworden wäre.
Gestern habe ich mich mit einer alten Bekannten unterhalten, die ich das letzte Mal vor neun Jahren mit einem Bier in der Hand auf unserem Abiball gesehen habe. Das Bier befand sich in ihrer Hand. Ich war voll damit beschäftigt, daran zu scheitern möglichst lässig aussehend eine für Nichtraucher viel zu teure Zigarre zu rauchen. Was ich bis gestern nicht wusste: Sie wohnt auch schon seit 1½ Jahren in der Stadt. Ein Gefühl von Heimat verspüre sie aber lange noch nicht. Doch das sei ganz normal, sagt sie, das habe sie schon von sehr vielen gehört, dass das hier so ist. Das muss quasi so.
Ich mag vieles falsch machen, aber ein kleines bisschen ist mir ja offenbar doch gelungen, seitdem ich mich für hier entschieden habe.
Heute ist Geburtstag! Wahnsinn. Ab jetzt heißt es tatsächlich Ewig +2. Erst. Oh mann, was für ein vollgepacktes Jahr, das da hinter mir liegt. Es ist so unendlich viel passiert. Doch beginnen wir den Tag erst mal mit etwas Klassik und Tradition. Hell yesss!
Und dann kommt man im dämmernden Morgenlicht nach Hause, schaut unten wider jeden Verstand noch mal in den Briefkasten und hält plötzlich eine Mieterhöhung in der Hand. Eine Mieterhöhung für die Wohnung mit den rostigen Leitungen. Für die Wohnung, in der man seit Wochen wie blöde schwitzt, weil sie nicht auskühlt. Die Wohnung in dem Haus mit der Baustelle im Innenhof, die seit acht Monaten sechs Tage die Woche die gegenüberliegende Haushälfte entkernt.
