Als ich gestern Morgen aus der Haustür sprang, mir gerade die Kopfhörerstöpsel in die Ohren stöpseln und alle Systeme auf Autopilot schalten wollte, sprach mich ein äußerst verzweifelt dreinschauender Nachbar von der Seite an und bat freundlich um meine Hilfe.
Dank des regelmäßigen Schneefalls und der ständig um die Null tanzenden Temperaturen, haben sich viele Straßen in Berlin in kleine Eiskanäle verwandelt. Besonders durch die Nebenstraßen ziehen sich überall rechts und links lange Wälle und Hügelketten aus einem Gemisch von Eis, altem Schnee und Streugutstracciatella. Und bei jedem Neuschnee werden diese natürlich wieder sorgfältig von den Schneepflügen der Stadtreinigung angefüttert. Wer hier dann sein Auto nicht gelegentlich mal bewegt, dem kann es schnell passieren, dass es von unten regelrecht festgebuddelt (resp. -gefroren) oder mit etwas Glück nur von wuchtigen Eismauern umarmt wird.
Und genau an letzterem hatte mein Nachbar gerade seine helle Freude. Sein Krater war zu hoch und seine Reifen zu unmotiviert. Zwar brauchten wir letztlich nur fünf Minuten wiederholte Vor- und Zurückschieberei, bis alle vier Sommerreifen des alten BMW Kombis vergnügt über das kleine Gebirge zwischen Straße und Parkplatz flutschten, ärgerlicherweise hatte ich es in all dem Getöse aber auch einmal geschafft, mich so richtig 1A lang zu packen. Wunderbar klassisch beim Schieben am Heck, als der Wagen unerwartet lässig seine eisige Hürde nahm und einen weiten Satz nach vorne machte. Zum Glück war die Sache aber nicht weiter wild. Ein bisschen Schnee an Hose und Ärmeln und der Rechner in der Tasche, dem meine erste Sorge galt, zeigte sich von der ganzen Geschichte sowieso völlig unbeeindruckt. So schlitterten mein Nachbar und ich also unserer Wege und über den Frust der nassen Hose wuchs schnell das schöne Gefühl, bereits früh morgens eine gute Tat getan zu haben. Auf so was kann man sich dann ja auch erst mal mehrere Stunden ausruhen.
Weshalb ich das alles erzähle? Keine Stunde später fand ich im Büro die 1:1 Illustration dieses Erlebnisses in der aktuellen LTB – Sonderausgabe “Enten Edition”. Nur das mit dem dort abgebildeten Cape ist natürlich völlig Quatsch. Meins ist ja rot.
AUSHOLEN & ZUSCHLAGEN
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:-)
Mit dem letzten Satz hast du mir den Tag gerettet!
:)
flitschel! schlirps! dong! spricht mir aus der seele.
Ungh!
Uiweh.
[...] in Bethel beim ausweichen im Schnee stecken geblieben bin, ganze 20 Minuten, weit und breit kein “Philipp” der helfen will so musste ich es alleine versuchen (habe ich dann auch geschafft). Um zur Arbeit zu [...]