Ich fühle mich, als hätte ich zwei Wochen lang durchgearbeitet. Was okay ist, denn tatsächlich stecke ich gerade in der dritten Woche. Viel dieser Zeit habe ich am Potsdamer Platz verbracht. Sehr viel Zeit sogar. Ein Ort, der für mich nur wenig für die Stadt steht, in der ich mich mittlerweile sehr wohl und zu Hause fühle. Ein Ort, an dem ich vor einigen Jahren schon mal einen Start in diese Stadt versucht habe und der, hätte es damals geklappt, ziemlich intensiv mein Lebensmittelpunkt geworden wäre.
Gestern habe ich mich mit einer alten Bekannten unterhalten, die ich das letzte Mal vor neun Jahren mit einem Bier in der Hand auf unserem Abiball gesehen habe. Das Bier befand sich in ihrer Hand. Ich war voll damit beschäftigt, daran zu scheitern möglichst lässig aussehend eine für Nichtraucher viel zu teure Zigarre zu rauchen. Was ich bis gestern nicht wusste: Sie wohnt auch schon seit 1½ Jahren in der Stadt. Ein Gefühl von Heimat verspüre sie aber lange noch nicht. Doch das sei ganz normal, sagt sie, das habe sie schon von sehr vielen gehört, dass das hier so ist. Das muss quasi so.
Ich mag vieles falsch machen, aber ein kleines bisschen ist mir ja offenbar doch gelungen, seitdem ich mich für hier entschieden habe.
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immer noch und immer wieder: willkommen zuhause. :)
Danke! Genau das trägt ja auch seinen Teil dazu bei. :)
Auf der einen Seite frag ich mich immer wieder, warum soviele Leute grad von dieser Stadt behaupten, dass es schwer sei anzukommen. Auf der anderen Seite bin gerade ich eine derjenigen die diese Ausrede immer benutzt haben.
Eine Stadt macht einmal nun mal Freude, wenn sie inspiriert. In dieser Stadt hat man oft das Gefühl alle Ideen seien schon mal gedacht worden.
Aber bei mir war’s glaub ich trotzdem nicht die Stadt, sondern die Ideen, die Probleme bereiteten.