4 months ago Phil Draufhauen

Ich habe gerade die erste Folge von Banshee gesehen und bin ein klitzekleines Bisschen hin und her gerissen. Der Ton, den diese Episode setzt, ist fantastisch. Überhaupt wird sich wunderbar viel Zeit genommen, in diesen ersten 60 Minuten das Setting der Serie aufzubauen und dabei wird zu meiner größten Freude auch noch komplett auf den obligatorischen Holzhammer verzichtet.

Ab der ersten Minute folgt man dem Hauptcharakter, der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen wird und weder Hab noch Gut bei sich trägt, dafür aber offenbar einen sehr konkreten Plan hat, was er nach fünfzehn Jahren Inhaftierung mit seiner wiedergewonnenen Freiheit anzufangen hat. Eingeweiht wird man in diesen als Zuschauer allerdings noch nicht. Und so landet man mit einigen Fragezeichen in New York, wo sich nach dem ersten Dialog sehr schnell eine kleine, aber extrem gut gemachte Verfolgungsjagd auf den Straßen Manhattans entwickelt, die gut zeigt, wie pointiert die Serie mit Action umgehen kann kann, wenn es denn darauf ankommt. Dann folgt Banshee. Eine Kleinstadt Banshee im Ostamerikanischen Pennsylvania. Dort werden auf angenehme beiläufige Art einige Nebencharaktere eingeführt und man wird auch endlich mit ein paar Antworten belohnt, die Teile der Backstory und Motivation des bis zu diesem Punkt noch immer namenlosen Hauptcharakters aufdecken.

Das alles ist wirklich ganz wunderbar und filigran umgesetzt und kommt wirklich in keinem einzigen Moment platt daher. Insgesamt scheint bei der Serie tatsächlich viel Wert darauf gelegt zu werden, sich möglichst weniger Klischees zu bedienen. Das bringt mich dann aber doch wieder zu meinem anfangs angedeuteten Zweifel. Bei all diesen Feinheiten basiert die Prämisse der Serie am Ende nämlich leider doch wieder nur auf einem klassischen Fall von Annahme einer anderen und Verschleierung der eigenen Identität. Und das nervt mich leider extrem. Ich kann diese Nummer einfach nicht mehr sehen. Ob das bei Breaking Bad, Dexter oder Weeds ist. Es muss doch auch noch anders möglich sein, eine Grundidee zu haben, die für viele, viele Folgen ausreichend Spannungen produziert. Aber nun, schauen wir mal. Bei Banshee ist es ja zumindest so, dass diese sehr, sehr gut eingebettet ist. Außerdem deuteten sich in der Geschichte bisher auch noch genug Dinge an, die diese Basis hoffentlich noch oft genug überlagern werden. Und apropos “Hoffnung: Ich hoffe innigst, dass die Serie nicht seine so tolle erste Folge vergisst und ab jetzt in ein klassisches Serienschema fällt.

Ach so, die Serie wird übrigens mit “From the creator of True Blood” beworben. Soweit ich das verstehe ist das aber nur bedingt richtig. Ja, Alan Ball, Erfinder von True Blood (sowie übrigens auch von Six Feet Under und American Beauty) ist neben anderen Produzent von Banshee. Erschaffen wurde sie laut Wikipedia aber von den im TV-Geschäft noch relativ unbekannten Autoren Jonathan Tropper und David Schickler. Woran man die Beteiligung von Ball aber sofort merkt, ist die kleinstädtische Atmosphäre, die ab den Szenen in Banshee sofort zu spüren ist und durch die zweite Hälfte der Episode wabert. Eine solche hat er ja bei True Blood zu Beginn auch sehr gut etablieren können.

Stimmungstechnisch fühle ich mich übrigens stark an Sons of Anarchy (was ich bisher aber eigentlich noch viel zu wenig geschaut habe), Justified, A History of Violence und Get Carter (Original und Remake) erinnert. Eine Kombination, die so schlecht nicht sein kann. Ich bin gespannt.

4 months ago Phil Draufhauen

Irre lang und total großartig: Dieser Text von Stephen Rodrick im Magazin der New York Times über The Canyons, den Film von und mit Paul Schrader, Bret Easton Ellis, Lindsay Lohan und James Deen, den sie für nur 250,000 Dollar (hauptsächlich Kickstarter-Einnahmen) gedreht haben.

Kleiner Tipp: Schaut euch nicht den Trailer zum Film an. Oder zumindest nur nach dem Text.

4 months ago Phil 3 Hämatome

Inspiriert von einer kurzen Unterhaltung auf Twitter habe ich mal all die Momente zusammengerafft, die ich im Verlauf der letzten vier Jahre mit meiner Harinezumi eingesammelt habe. Endergebnis ist das folgende, kleine Video, das ich mit Max Richters Spring 1 hinterlegt habe.

Der Schnitt war ein großer Spaß und ein wunderbarer Spaziergang durch die Memory Lane. Außerdem ist die Sache diesmal zum Glück nicht so düster geworden wie beim letzten Mal. Ohh und ich habe unter anderem einen klitzekleinen Star-Guitar-Moment unterbringen können! Hrhr.


Direkt Train of Thoughts

4 months ago Phil Draufhauen

Hahaha, ganzganz kurzer Kurzfilm von Jannik Büddig, Vera Mattock, Nina Schlothauer und Timur Isik. Morning Glory:


Direkt wait for it

(via Jannik auf Facebook)

4 months ago Phil Draufhauen

Kleiner Hinweis einfach noch mal auf den Podcast von Anne, Gero, Robert und mir. Wir haben hier am Samstag die Weihnachtsfolge von Doctor Who auseinander genommen und hatten irre viel Spaß dabei. Vollkommen subjektiv würde ich jetzt sogar mal behaupten, dass das bisher unsere beste Episode ist.

4 months ago Phil 2 Hämatome

Frisch aus dem Weihnachtsprogramm der BBC: Room On The Broom ist auf YouTube gelandet. Für wer weiß wie lange zumindest. Jaja, ein Kinderfilm. Egal! Die Umsetzung von Julia Donaldsons Buch ist extrem toll geworden. Vor allem die Bilder und das Herz der Geschichte wurden perfekt ins Bewegtbild übersetzt. Oben drauf gibt’s Simon Pegg als Erzähler und Gillian Anderson als Hexe.


Direkt Witch ‘n’ Chips

4 months ago Phil Draufhauen

Liebe Leute, nach einem Tag wie Heiligabend, den die meisten von uns wahrscheinlich hauptsächlich essend mit den Liebsten und in einem warmen Haus verbracht haben, sollte es durchaus mal an der Zeit sein, ein bisschen darüber nachzudenken, wie gut es uns allen in diesem Land eigentlich geht und dass andere Menschen in anderen Teilen dieser Erde längst nicht so privilegiert sind. In Norwegen zum Beispiel. Da frieren Menschen!

Direkt Radi Aid

(Und wenn ich mich dem Gag des Videos auch selber nur so plump anschließe und auch wenn der Song eigentlich ziemlich mau ist und wenn das ganze Ding vor allem nach kurzem Blick in den Infotext eigentlich auch nur eine Imagekampagne zu sein scheint, so ist die Grundidee doch wirklich ziemlichziemlich toll. Hihi.)

via Imke

4 months ago Phil 2 Hämatome

Abschied, heimliche Handschläge und traurige Hundeblicke auf der einen Seite der Leinwand. Gänsehäute, kribbelnde Nase und feuchte Augen auf der anderen. LCD Soundsystems Shut Up And Play The Hits ist sooo toll!

5 months ago Phil Draufhauen

Als ich vor Ewigkeiten das erste Mal Und täglich grüßt das Murmeltier im Fernsehen sah, war ich noch relativ jung. So jung, dass ich die Szene, in der Bill Murray Spielkarten in einen Hut schnippt, so beeindruckend fand, dass ich mich noch während des Films daran machte, das auch zu lernen. Ich müsste mal ausprobieren, wie gut ich heute noch darin bin. Was ich aber sicher sagen kann: Seit damals kam ich nur sehrsehr selten (also gar nicht) in die Situation, andere Leute mit dieser Fähigkeit beeindrucken zu können. Aber das ist okay. Wahrscheinlich liegt mein großer Kartenschnippmoment in diesem Leben einfach noch vor mir.

Ich erzähl das eigentlich auch nur, weil ich mich die Tage am anderen Ende eines solchen Moments wiederfand. Als ich neulich auf einem relativ leeren Bahnsteig auf die U8 wartete, schlenderte einige Meter neben mir ein Typ solange gelangweilt im Kreis, bis er auf einen auf dem Boden liegenden Kronkorken stieß. Diesen schob er mehrfach spielerisch vor sich hin und her, um dann ganz plötzlich so gezielt von oben auf die Kante des Korkens zu treten, dass dieser waagerecht knapp einen Meter in die Höhe flog, von wo aus er diesen dann aus der Luft auf die Gleise kickte.

Die ganze Sache dauerte insgesamt vielleicht fünf Sekunden, aber ich schwöre, dass sich die Welt während diesen um ein Vielfaches langsamer drehte. Ich selber muss beim Zugucken wie ein Warner Bros. Cartoon ausgesehen haben, dem der Unterkiefer vor Staunen auf die eigenen Füßen fiel. Das war so ziemlich das Großartigste und Lässigste, das ich seit sehr langer Zeit gesehen habe. Und der Kollege schlenderte einfach wieder gelangweilt hin und her, als wäre das, was da gerade vor meinen tellergroßen Augen passierte, die normalste Sache auf Erden gewesen.

Die beschriebene Szene gibt es hier übrigens auch in leicht nachgestellter Form bei YouTube.

6 months ago Phil Draufhauen

Wheee! Die erste Folge der neuen, supergroßartigen Serie von Pen Ward, dem Macher von Adventure Time, ist seit zwei Tagen online! Und wo ich bei Adventure Time bisher nie so richtig reingekommen bin (nicht hauen, ich hab der Serie bisher einfach noch nicht genug Gelegenheiten gegeben), klickt’s bei mir und Bravest Warriors sofort.

Eine Gruppe 16jährige (genannt “Bravest Warriors”), die in die Fußstapfen ihrer Etern (genannt “Courageous Battlers”) getreten sind, weil sie diese vor zwei Jahren verloren haben, werden von Supreme Chancellor Gayle um Hilfe gebeten, eine Zeitschleifenkatastrophe auf dem Mond von Glendale zu verhindern. Die Folge ist nicht ganz sechs Minuten lang, also verrate ich besser auch nicht noch mehr, aber ich liebeliebeliebe den Humor und den eifersüchtigen Handschuh und vor allem die Auflösung. Hihihi.

(Nicht vom Vorschaubild abhalten lassen, die Plattformgeber von Cartoon Hangover drehe gerade komplett am Rad, was die Bewerbung der Serie angeht.)

Phil Ein Hämatom

Ich mag die Menschen dieser Stadt ja sehr. Als ich letzte Woche Zwecks Bond am Leipziger Platz aus der U-Bahn stieg, empfing mich oben auf dem Gehweg zum Beispiel dieser Kollege hier. Was zuerst vielleicht wie ein spontan entstandenes Werk aussieht, muss ja aber doch irgendwie ziemlich gründlich geplant gewesen sein, wenn man mal davon ausgeht, dass es auch in Berlin wohl nur wenige Menschen gibt, die zufällig und ohne Hintergedanken mit Klarsichtfolie, Sofateilen und Einkaufswagen spazieren gehen.

Anderes Beispiel: Ich steige morgens häufig am Rosenthaler Platz von der Tram in die U-Bahn. Unten in einer Ecke neben den letzten Stufen zum Bahnsteig der U8 steht normalerweise ein Geldautomat, bei dem ich mich immer wieder frage, wer sich eigentlich traut, sowas ernsthaft zu benutzen. Jetzt weiß ich’s: Böse Leute mit schweren Werkzeugen. Denn solche vergriffen sich kürzlich sehr ambitioniert an den Armaturen des Geldspenders und krempelten ihn ziemlich sorgfältig einmal auf Links, um an die inneren Werte zu gelangen. Seitdem steht der Automat nun trostlos in seiner grellen Ecke und wartet darauf, dass ihn jemand abholt und als Elektroschrott entsorgt. Und ganz genau das haben wiederum sehr clevere Bewohner dieser Stadt erkannt und nun einfach ihre alten Drucker daneben gestellt, auf dass diese ebenfalls mitgenommen werden. Denn so entsorgt man hier seine Elektronik: Mit Köpfchen und auf dem Arbeitsweg.

Update (12. Nov.): Vorhin auf dem Heimweg hab ich gesehen, dass sich mittlerweile auch ein alter Fernseher dazu gesellt hat.

7 months ago Phil Draufhauen

Sonntage sind anders als alle anderen Tage. Vor allem sind Sonntage aber anders als Samstage. Genau jetzt ist es 13:30 Uhr. An einem Sonntag. Gestern war ich zu dieser Zeit noch nicht mal wach und heute habe ich bereits das Gefühl, dass eigentlich der ganze Tag schon wieder vorbei ist. Vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein, weil ich schon seit Freitag die Wohnung auf Vordermann bringen will und faktisch noch nichts dafür getan habe. Erstmal Kaffee machen.

7 months ago Phil Draufhauen

Wenn man erstmal versteht, das so viele Leute gar keine grundsätzliche Vollklatsche haben, sondern einfach nur ein gutes Stück jünger als man selbst sind, sind ganz viele Dinge plötzlich unendlich einfacher. Und einleuchtender.

Phil 3 Hämatome

Bei mir im Hausflur stehen immer wieder mal Sachen an der Wand, die manchmal origineller sind und manchmal nicht. Das neueste Werk des unbekannten Künstlers (das seine Inspiration sicherlich von hier hat), musste ich dann einfach ein bisschen trollen. Mein erstes Paste Up. Quasi. Mit einem Prittstift.

Sorry, unbekannter Künstler.

Update:

7 months ago Phil 6 Hämatome


(via)

Nachdem der Delphin ein paar Tage down war, muss ich euch jetzt endlich mal von dem Podcast erzählen, den ich ganz frisch mit Gero und Robert angefangen habe. “Zwanzichfuffzehn” heißt das gute Stück, bei dem es recht frei um Fernsehen und Serien gehen wird.

Mittlerweile haben wir zwei Folgen im Kasten, die sich beide ausschließlich mit Doctor Who beschäftigen. Denn das ist die Serie, die wir gerade zusammen in unserem neuen, kleinen Fernsehclub gucken. Das wird sich aber auch bald ändern, denn der Doctor geht nach der nächsten Folge erstmal bis 2013 in Staffelpause. (Bzw. gibt es zum Glück zwischendurch noch die traditionelle Weihnachtsfolge.)

Nach dem Doctor werden wir dann erstmal relativ frei über Serien und Fernsehen reden. Sprich: Wir werden unsere unterschiedlichen Lieblinge bearbeiten, auf aktuelle Serien eingehen und unsere Guilty Pleasures verteidigen.

Hier mal die bisher existierenden zwei Folgen. In der ersten holen wir ganz viel Grundsätzliches zum “Whoniverse” nach, reden ein bisschen über die Era “Moffat”, die Era “RTD” und gehen konkreter auf Staffel 7 uns speziell Episode 3 “A Town Called Mercy” ein:

Folge Zwei behandelt hauptsächlich S07E04 “The Power Of Three”. Dazu rütteln wir ein bisschen an der von uns in der ersten Folge aufgestellten Theorie:

Eine neue Folge wird es Anfang nächster Woche geben. Die wird dann direkt nach dem Gucken von “The Angels Take Manhattan” aufgenommen.

Bisher nutzen wir noch SoundCloud alleine, um unsere Aufnahmen zu hosten. Hauptsächlich, weil wir dort die Kommentarfunktion sehr mögen. Robert hat uns aber auch schon für die Beta des Podcast-Programms bei SoundCloud angemeldet, mit der wir dann alles mit iTunes verknüpfen können. Wir wissen allerdings noch nicht so recht, wie lange es dauert, bis/ob man da freigeschaltet wird. Aber das kommt schon noch alles.

Wenn ihr mal reinhört, gebt uns doch ruhig mal Feedback. Wir freuen uns natürlich über jede Reaktion.

Oh und neben dem Blog (Tumblr) und SoundCloud gibt’s uns jetzt auch hier auf Twitter.

Update (5.10.): Wir wurden heute Nacht für iTunes freigeschaltet. Entsprechend findet ihr uns jetzt also hier.

8 months ago Phil 2 Hämatome

Der Hund, der an der Tram-Haltestelle direkt über mir vom Balkon herab das Treiben auf der großen Kreuzung im Auge behält.

Die Straßenbaufirma, die gerade am Weinbergsweg arbeitet und auf der Seite ihrer Teermaschine mit “Schwarzarbeit” wirbt.

Der Typ, dem ich im Durchgang zur U-Bahn immer wieder mal nen Euro in den Becher werfe, der das letzte Mal mit einer Freundin dort saß und sich mit dieser über Facebook-Listen unterhielt.

Die Schilderreihe an der dunklen Tunnelwand der U8, wenige Meter vorm Moritzplatz, die hoch offiziell nach BVG aussieht, aber eine Installation zu sein scheint, weil sie nacheinander lauter über-Worte wie zum Beispiel “überirdisch”, “übermannt” und “überstrapaziert” aufzählt.

9 months ago Phil Draufhauen

In (sehr) alter Tradition und weil heute Kubricks 84. Geburtstag wäre.

9 months ago Phil Draufhauen

Das Timelapse-Video von der ISS bei Nacht hat wahrscheinlich so mancher mittlerweile schon gesehen. Was ich hier aber dennoch mal unkommentiert posten will, sind die folgenden fünf Screenshots daraus, dich ich gerade gemacht habe…

Minute 0:19

Minute 1:57

Minute 2:07

Minute 2:38

Minute 2:39

9 months ago Phil 9 Hämatome

Ich mag meinen Bloggeburtstag. Er ist unaufgeregt, er gehört mir und irgendwie ist es nett, zur Abwechslung auch mal ein Jubiläum im Sommer zu haben. Dazu kommt, dass ich am Bloggeburtstag das vergangene Jahr immer noch mal stärker Revue passieren lassen, als an meinem richtigen Geburtstag oder an Silvester oder so. Einfach, weil ich im Rahmen des kleinen Posts dazu doch noch mal intensiver über alles nachdenke.

Fünf Jahre sind mittlerweile echt ordentlich für all den Quatsch hier, finde ich. Und interessanterweise ist dieses Jahr auch das erste Mal, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, die Seite doch neulich erst frisch aufgesetzt zu haben.

Oh mann, und dann ist schon wieder so unendlich viel passiert in den vergangenen zwölf Monaten. Auch wenn man das hier nicht wirklich wahrnehmen konnte, so war das doch die hinundherigste Zeit für mich seit langem. Und wenn man mir genau vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich heute da stehe, wo ich tatsächlich heute stehe, so hätte ich zwar absolut kein Wort geglaubt, mich aber riesig darauf gefreut.

(Video: Noah Kalina)

10 months ago Phil 2 Hämatome

Ui. Ich habe gerade mitbekommen, dass sich Christopher Owens vorgestern von den Girls (sprich: von Chet “JR” White) getrennt hat. Also nicht, dass mich das jetzt fürchterlich erschüttert, aber als ich vor drei Jahren etwas verzweifelt in den letzten Zügen meiner Wohnungssuche in Berlin steckte und plötzlich über “Hellhole Ratrace” (siehe unten) stolperte, konnte ich für mehrere Tage lang nicht mehr aufhören, den Song in Schleife zu hören. Damals passte für kurze Zeit alles ganz perfekt zusammen. Ist ja manchmal so. Als dann aber später der Rest des ersten Girls-Albums rauskam, habe ich die beiden Jungs doch irgendwie wieder aus den Augen verloren. Einfach, weil all die anderen Songs nicht so recht bei mir hängen bleiben wollten. Ist ja auch manchmal so.

Bei Stereogum habe ich dann eben (sehr komprimiert) von der Back-Story von Owens gelesen. Und die ist mal wirklich aus dem Rock-Bilderbuch:

You know how it goes. Dude is born into the Children of God cult, his brother dies of pneumonia because of the cult’s anti-medicine rules, mother is eventually forced into a period of prostitution. Owens spends his childhood traveling around Asia and Europe, living communally with the cult, never settling anywhere for more than one year. At 16, he breaks away and moves to Amarillo, TX with a sister, gets a job at a grocery store, gets into drugs and painting and music, joins a suburban punk band called Hubris. A multi-millionaire named Stanley Marsh 3 finds him and mentors him.

At 25, he moves to San Francisco, lives in the upstairs bedroom with a Chinese family he finds on Craigslist. He meets a girl named Liza in a park, they start dating and form a band called Curls. She introduces him to Holy Shit, a band that he joins, where he meets Ariel Pink and his life is changed forever. (“He was like an older brother to me,” Owens told GQ in September 2011. “Like a glimmer of light. I never would have started writing songs without him.” He also admits to growing his hair to look like Pink.) When Liza and Owens break up, he writes “Lust for Life.” His new friend Chet “JR” White helps him record it, plays the other instruments. That’s the beginning of Girls.

Wisster Bescheid.


Direkt Hellhole Ratrace

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